Offene Zuschauerfragen der C.A.R.M.E.N. e.V. Webkonferenz mit dem ODH

Am 4. Mai fand die C.A.R.M.E.N. Webkonferenz zum Thema „Bausteine von Quartierskonzepten – Fokus Strom“ in Kooperation mit dem Open District Hub e.V. statt. Vielen Dank an Dr. Harry Wirth (Fraunhofer ISE), Dr. Peter Eckerle (StoREgio), Thomas Licklederer (TU München), Daniel Greising (Netze BW) und Steffen Lauter (Steinbacher-Consult) für die spannenden Beiträge!

Aufgrund der Vielzahl der Zuschauerfragen konnten nicht alle Fragen im Zuge der Veranstaltung beantwortet werden, daher haben wir im Nachgang nochmals bei den Referenten nachgefragt. Hier sind die Antworten, viel Spaß beim Lesen.

 

Wie stark beeinflusst die Farbgebung bzw. „nahtlose“ Einbindung der Module in Gebäudefassaden den Modulwirkungsgrad? Ich nehme an dieser büßt stark ein z.B. bei den gezeigten grauen Modulen?!

Dr. Harry Wirth (Fraunhofer ISE): Bei den grau-schwarzen Modulen gibt es praktisch keine Einbußen, bei den bunten gehen ca. 8% relativ verloren.

Im Kontext der „schnellen“ Einmalausrüstung von Gebäuden mit PV-Modulen: Wie schnell könnte dieses Potenzial wirklich genutzt werden? Sind hier nicht (wie in anderen Bereichen auch) die Handwerker für die Installation und die Materialien für die Module die begrenzenden Ressourcen?

Dr. Harry Wirth (Fraunhofer ISE): Handwerker mit Sicherheit, ich wollte nur hervorheben, dass die Flächen keinen Engpass für einen massiven PV-Ausbau darstellen. Materialien sehe ich unkritisch, außer der selbstgewählten Importabhängigkeit. Für PV-Module auf Basis von Si-Wafern werden keine Materialien mit kritischer Verfügbarkeit benötigt. Heute wird noch viel Silber eingesetzt (Größenordnung 10% der Weltproduktion), aber das lässt sich weitgehend durch Kupfer ersetzen.

Meine Frage bezieht sich auf die fassadenintegrierte PV: Wie ist der aktuelle Stand bzgl. bauaufsichtlicher Zulassungen der PV-Module? Ist hier ein politischer Wille zur Vereinfachung zu erkennen?

Dr. Harry Wirth (Fraunhofer ISE): Es gibt Hersteller mit ABZ, bspw. Solarwatt, aber politischen Willen zur Vereinfachung sehe ich noch nicht.

Wie sieht es mit der Verfügbarkeit von Rohstoffen für die PV-Module aus? Vielleicht können Sie einen kleinen Exkurs zum Thema Kreislaufwirtschaft von PV-Modulen geben.

Dr. Harry Wirth (Fraunhofer ISE): Für PV-Module auf Basis von Si-Wafern werden keine Materialien mit kritischer Verfügbarkeit benötigt. Heute wird noch viel Silber eingesetzt (Größenordnung 10% der Weltproduktion), aber das lässt sich weitgehend durch Kupfer ersetzen. Kreislaufwirtschaft ist wichtig, aber Modulrecycling löst wegen der langen Lebensdauer und des hohen Marktwachstums in den nächsten 20 Jahren keine Materialengpässe.

An welchen Stellen müsste der Gesetzgeber Ihrer Meinung nach die Regulatoren noch nachbessern?

Daniel Greising (Stromlux / Netze BW): Die EEG-Umlage ist bereits gefallen.

-> Mieterstrom an den Wohnungsvertrag zu koppeln ->Teilnahmepflicht dafür Preisobergrenze beim Preis

Kann Stromlux bei einem gewünschten Vorhaben bei der Suche nach einem Monteur/Installateur unterstützen oder wird dies eventuell sogar übernommen?

Daniel Greising  (Stromlux / Netze BW): Wir können nur einen Monteur empfehlen greifen dann auf unsere Schwester www.senec.com zu.